Stellungnahme zum Statement des Lokals Kuku am 1.12.2018 auf Facebook

Wir als Unterstüter*innengruppe wollen hiermit eine kurze, aber nicht letzte, Stellungnahme zum Statement des Lokals Kuku am 1.12.2018 auf Facebook abgeben.

Das abgegebene Statement, verfasst von einer der „solidarischen Frauen“ im Lokal, war weder mit der Betroffenen abgesprochen, noch hat diese es vorher gelesen und stellt aus unserer Sicht eine Verhöhnung von Betroffenen sexualisierter Gewalt dar.

Zu dem „solidarischen“ Umgang des Lokals mit dem Geschehenen bisher:

Der Täter und alle anderen Männer sind nach wie vor Teil des Lokals, es gab 2 Ausschlüsse aus dem Plenumsteam, diese Typen sind aber natürlich nach wie vor ständig im Lokal und nehmen Einfluss durch ihre jahrelange Tätigkeit dort.

Dem nicht genug handelt es sich bei den 2 Männern weder um den Täter selbst, noch um die Person die „Es geht das Kuku nichts an“ gesagt hat.

Es hat sich nichts geändert.

Es wird sich nichts ändern.

Und wir werden nicht auf Antisexismusarbeit warten.

Als Gruppe wollen wir hiermit den „solidarischen“ Frauen im Kuku hiermit die von der Betroffenen im Outing ausgeprochene Solidarität, natürlich nach Absprache mit dieser, auf allen Ebenen entziehen.

Es wurde aus Reihe Dieser Unterstützung vorgeheuchelt und geäußert das Outing wäre voll und ganz supportet um gleichzeitig in langen Textnachrichten an die Betroffene indirekt zu versuchen uns vom Veröffentlichen abzuhalten. Ebenso wurde auf die Solidaritätsbekundung einer Gruppe mit Unmut reagiert mit den Worten „Denken die eigentlich nicht an die Frauen die im Kuku kämpfen?“ reagiert.

Nur um einen Teil des bisher weiter geschehenen festzuhalten.

Wir sehen es nicht als „Kampf“ einen Text zu verfassen, der mit Äußerungen „wir sind überfordert“ eine Emotionalität herstellt die das Lokal, bzw. das Team darin in eine Opferrolle stellt die ihnen in keinem denkbaren Szenario zusteht.

Wir sehen es nicht als „Kampf“ zu behaupten es hätte, außer von der Betroffenen damals selbst und wenigen anderen, jemals eine Auseinandersetzung mit der sexistischen Grundstruktur dieses Lokals gegeben.

Und was es nicht gegeben hat kann nicht weitergeführt werden und wird es auch nicht, was das Statement des Lokals deutlich aufzeigt.

Wir lesen aus dem Text des Lokals lediglich heraus dass sie weitermachen wollen wie immer.

Diese Stellungnahme von unserer Seite soll auch als klar Aufruf das Kuku zu boykottieren verstanden werden.

Das ist kein „Kampf“ um ein linkes Lokal, der dort passiert, es ist nichts weniger als Täterschutz aus dem Bilderbuch.


Wer nicht antisexistisch ist, ist nicht links
.

Und aus unserer Sicht sind es Menschen die die Definitionsmacht von Betroffenen beschneiden es auch nicht.

Ps: Dies ist eine gekürzte Fassung und wird von uns in den kommenden Tagen ergänzt werden.

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